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Woltersdorf: Straßenbahn Woltersdorf
Foto: DieRandberliner
Woltersdorf

Straßenbahn Woltersdorf

Aus Polen über die Autobahn kam die neue Straßenbahn an.

28. März 2024   Lesezeit: 3 Min.
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Zwischenablage
Woltersdorf: Straßenbahn Woltersdorf
Foto: DieRandberliner

„Wann kommt sie endlich an?“– Im Straßenbahndepot Woltersdorf hatten sich am Mittwochvormittag Bürgermeister, Bauamtschefin, die Straßenbahn-Chefs und -Mitarbeiter versammelt. Dazu fieberten eine Menge Eisenbahnfans und Neugierige dem Eintreffen der neuen Straßenbahn vom Typ „Moderus Gamma“ entgegen. Gebaut hat sie das Unternehmen Modertrans im polnischen Poznan.

Jetzt wurde das tonnenschwere Gerät mit einem speziellen Sattelschlepper von Mitarbeitern der Herstellerfirma geliefert. Das Abladen am Straßenbahn-Depot war schließlich ein kleines Spektakel und wurde von einigen Zuschauern wie eine Flugzeuglandung beklatscht.

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Auch Sebastian Stahl, Betriebsleiter der Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn (SRE) fieberte der Ankunft der neuen Straßenbahn entgegen. „Mit ihr werden wir die Zukunft unserer Straßenbahn sichern“, zeigt sich Stahl überzeugt und ist sich darin mit Detlef Bröcker, Geschäftsführer der Muttergesellschaft Niederbarnimer Eisenbahn einig. Schließlich könnten die alten Gothawagen aus DDR-Produktion der 60er Jahre nicht noch ewig weiter fahren. Ein großes Thema sei dabei deren mangelnde Barrierefreiheit.

Der Eingang zum neuen Gefährt ist dagegen eben. Es gibt ein Mehrzweckabteil mit Stellplätzen für Rollstühle, Kinderwagen, Fährräder und Gepäck. Weitere Pluspunkte sind: eine Klimaanlage und ein optisches und akustisches Fahrgastinformationssystem. 22 Sitzplätze sowie 54 Stehplätzen stehen in der neuen Bahn zur Verfügung, die mit ihren knapp 15 Meter an Länge und 2,40 Breite etwas geräumiger ist als der Gothawagen.

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Insgesamt soll Woltersdorf vier neue Fahrzeuge vom Typ Moderus Gamma für die Linie 87 bekommen, die später im Alltag die Liebhaber-Bahnen zwischen Rahnsdorf und Woltersdorf Schleuse ersetzen. Nachdem der erste neue Wagen nun Woltersdorfer Boden berührt hat, wird möglicherweise der Zweite im Mai und der Dritte im Juli kommen. Nummer vier folgt dann möglicherweise erst im kommenden Jahr.

Die Mittel für die neuen Züge stammen aus verschiedenen Quellen. Den Löwenanteil bei der Beschaffung trägt mit knapp 4 Millionen Euro das Land Brandenburg. Ausgereicht wurde die Summe über den Landkreis Oder-Spree. Weitere 300.000 Euro fließen aus den Gemeindekassen.

Wann die Bahnen vom Typ „Moderus Gamma“ tatsächlich im Linienverkehr eingesetzt werden, kann SRS-Betriebsleiter Sebastian Stahl, heute noch nicht sagen. Bevor er so weit ist, stehen noch viele zu erledigende Aufgaben an. Mit der Stelle des Landesbevollmächtigten der Eisenbahnaufsicht müsse ein Termin abgestimmt werden für die Zulassungsprüfung, so Stahl.

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